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  1. Schon wieder das Betreuungsgeld … – oder: Da gibt es ja noch eine weitere Aufregungsebene!

    April 27, 2012 by admin

    So, auf allen Kanälen wird also nun über Sinn und Unsinn des Betreuungsgeldes diskutiert. Ich möchte mich über diese Diskussion gar nicht auslassen, das wird an vielen anderen Stellen schon zu genüge getan!

    Ich möchte mich mal über etwas ganz anderes aufregen: Die CDU will das Betreuungsgeld nicht (jedenfalls nicht geschlossen), die FDP will das Betreuungsgeld nicht … wer will es? Die CSU. Eine, im Prinzip, Regionalpartei, die immer automatisch mit in den Bundestag kommt, wenn die CDU gewählt wird. Aber nicht auf Bundesebene gewählt wird, oder gewählt werden kann. Mit einem Vorsitzenden, der die Interessen eines Bundeslandes, ganz offen, über die Interessen der Bundesrepublik stellt.
    Es ist dort also eine Partei mit in der Regierungskoalition, die eine regional begrenzte Menge an Bürgern vertritt, und das mit einer Vehemenz, die bei anderen Volkvertretern häufig fehlt. Das Betreuungsgeld ist, und das wird offen zugegeben, ein Zugeständnis an die CSU. (Natürlich auch eine willkommene Möglichkeit Eltern, die ab 2013 keinen Kitaplatz bekommen, ein kleines Trösterchen zukommen zu lassen.)

    Man stelle sich die Koalitionsverhandlungen vor, die FDP noch ganz siegestrunken, Herr Westerwelle stimmt, getragen von seiner Freude darüber endlich mal mitregieren zu dürfen, erst mal quasi allem zu, Frau Schröder als Familienministerin sagt gar nichts, bzw. nichts sinnvolles (wen wundert’s) und die zähneknirschende Frau von der Leyen wird von der Chefin zurückgepfiffen, denn eine Sache darf man Horsti ja auch mal erlauben, bevor er droht so lange die Luft anzuhalten, bis er irgendwas durchsetzt! Ja, so ähnlich stelle ich mir die Koalitionsverhandlungen vor.
    Wie gesagt, abgesehen davon, dass dieses Geld auf vielen Ebenen sinnlos ist (aber darüber kann man gerne diskutieren), das Durchdrücken dieser Maßnahme ist, meines Erachtens, einfach undemokratisch.

    Angeblich wollen 60 Prozent der Eltern das Betreuungsgeld. Ich bin jedenfalls nicht gefragt worden.


  2. Gestatten; Bremser! – oder: Warum unsere Familienministerin mich zur Alice Schwarzer Nachfolgerin werden lässt!

    April 20, 2012 by admin

    Sie hat also ein Buch geschrieben. Oder eher ihr Gesicht und ihren Namen wohl über den Namen der tatsächlichen Autorin gesetzt, damit jemand das Buch auch kauft. Wer weiß.
    Ich habe mir unterschiedlichste Auszüge und Kommentare dazu durchgelesen und denke mir: Ja dieses Buch passt zu der bisherigen Politik von Frau Schröder. Viel Blah, wenig Tun, eher „Och das machen die schon freiwillig“, statt „Das packen wir jetzt an!“.

    „Danke, emanzipiert sind wir selber!“ Ein Buch, dass sich (nach eigener Aussage der „Autorin“) lösen soll vom Diktat des Feminismus. Was haben die bösen Feministinnen denn auch je für uns getan? Es gibt doch für Frauen heute keinerlei Barrieren mehr, oder? Wir verdienen genausoviel Geld wie Männer, für die gleiche Arbeit. Wir können flexibel Arbeit und Familie vereinen, weil nahezu jedes Unternehmen inzwischen Home-Office und Gleitzeit eingeführt hat. Uns werden keine Steine in den Weg gelegt, wenn wir in Führungspositionen klettern wollen.
    Wenn es doch nicht klappt, trotz optimaler Grundvorraussetzungen, dann sind wir selber schuld. Heutzutage, da wir uns ja selber emanzipieren und uns vom bösen Feminismus lösen können, brauchen wir doch auch keine Frauenpolitik mehr, oder?

    Halt … da war doch was … ach richtig. Frauenpolitik fällt in Frau Schröders Arbeitsbereich. Eine kluge Taktik um das eigene Nichtstun zu rechtfertigen: Das Tun für obsolet erklären. Warum Frau Schröder, sind Sie in der Politik, wenn sie eigentlich NICHTS verändern und tun wollen? Wenn Sie scheinbar nur ausbremsen, statt voranzutreiben?
    Betreuungsgeld, Frauenquote, Kita Ausbau … zu all diesen Themen kann man unterschiedliche Meinungen haben und Debatten sind wichtig. Aber Frauenpolitik zurück ins Private zu schieben, aus dem es Frauen vor nicht mal 50 Jahren erst herausgeholt haben, ne Frau Schröder, Sie machen es sich zu einfach!
    Nahezu jede Frau hat in ihrem Alltag mit Chauvinismus und Ungleichheit der unterschiedlichsten Formen zu kämpfen und es ist naiv und borniert zu glauben, die Frauenfeindlichkeit, die Jahrhunderte hatte zum Wachsen, wäre nach wenigen Jahrzehnten endgültig ausgemerzt.
    Es mag für viele Frauen eine augenscheinliche Wahlfreiheit für ihr Leben geben, doch zu häufig sind es die Umstände, Strukturen und auch Mitmenschen, die mit großer Motivation einen Knüppel nach dem Anderen zwischen ihre Beine werfen.

    Sie sagt „Menschen müssen selber entscheiden dürfen“. Ja das müssen sie. Sie müssen ausserdem die Möglichkeit haben diese Entscheidungen auch zu leben! Es würden wohl viele Väter in Elternzeit gehen, wenn ihre Frau den Lebensunterhalt verdienen könnte. Es würden vielleicht auch mehr Mütter (oder Väter) länger als ein Jahr zu Hause bleiben, wie die CDU/CSUler es sich wünschen, wenn es nicht quasi automatisch das Karriereende bedeuten würde.

    Auf ihrer Pressekonferenz sagt sie: „Jede Frau und jeder Mann müssen für sich entscheiden, welches Rollenbild er leben möchte. Das geht die Politik nichts an.“
    Da haben sie vollkommen recht Frau Schröder. Dann muss die Politik aber dafür sorgen, dass diese Entscheidungen auch getroffen werden KÖNNEN. Dann muss die Politik auch gesteckte Grenzen öffnen. Für absolute Gleichheit zwischen Ehen, Lebensgemeinschaften und eingetragenen Partnerschaften zwischen Homosexuellen (auch steuerrechtlich!!). Für echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Für qualitativ hochwertige und ausreichende Betreuungsmöglichkeiten.

    Private Entscheidungsfreiheit befreit SIE nicht von ihren politischen Aufgaben, Frau Schröder.
    Nachdem ich Ihren Interviews gelauscht habe, bin ich überzeugter denn je, dass wir von der “Post-Feministischen-Ära” noch weit entfernt sind.


  3. Kleines Special: Shop-Test

    März 29, 2012 by admin

    Hallo liebe Leser,
    ich hatte die besondere Möglichkeit den neuen Limango-Outlet-Store zu testen.
    Erstmal: Outfit und Bedienung sind super, bequem und übersichtlich.
    Der Nachteil ist der typische Nachteil eines Outlet-Stores: Nicht alle Produkte sind unbegrenzt und in allen Größen verfügbar.
    Ich habe meinem Kleinen ein Paar grandioser Lauflernschuhe gekauft, und hatte noch die Befriedigung meines Jagdtriebes ;)

    Also, ich war zufrieden, die Schuhe waren schnell da, da Abwicklung war flott und unkompliziert. Mein Kleiner übt fleissig fleissig laufen.

    Also, mein Fazit: Reinschauen lohnt sich!

    http://www.limango-outlet.de/


  4. Wir Alle … ABER DU NICHT! – oder: Am Arsch mit Solidarität!

    März 27, 2012 by admin

    Ja ich bin ja eigentlich für Toleranz und Solidarität zwischen Mütter, aber wenn ich die hysterische Trulla noch mal treffe, die den ganzen Vormittag im Kindertreff ihren Sohn PANISCH von meinem weggerissen hat (leichte Rotznase, minimaler Husten) mit den Worten „Nicht, dass du krank wirst!“, dann lache ich sie aus oder muss sie hauen.
    Ich bin noch immer sauer, weil mein Sohn so traurig und enttäuscht schien.
    Kinder werden nun mal krank. Und wie sinnlos ist es, ihr Kind nicht mit meinem spielen zu lassen, während beide aber die gleichen Sachen benutzen?! Ich habe das Spielzeug nicht desinfiziert, nachdem mein Kleiner sie benutzt hat.

    Oder bin ich da der Arsch in der Geschichte, weil ich mein rotznasiges Kind unter Menschen lasse?
    Andererseits würden meine Kinder die Sonne nur noch durch Fensterglas sehen, wenn ich sie bei jedem Schnüffelschnupfen unter Quarantäne stellte.

    Und warum machen mich andere Mütter so wütend? Ich könnte diese Geschichte auch einfach in meine unheimliche dicke „doofe Menschen“ Akte ablegen und langsam Staub drauf rieseln lassen.
    Aber ne, ich sitze zu Hause und fühle mich genötigt einen Blogeintrag darüber zu verfassen.
    Vielleicht kann ich es auch einfach nicht ertragen, wenn andere Menschen/Mütter meine Kinder nicht süß finden, sondern sich sogar genötigt fühlen ihr eigenes Kind panikartig von meinem davon zu zerren.

    Blöde Kuh!


  5. Kinderfilme des Grauens … – oder: die Top 5 Filme die ich mir nicht mehr ansehen kann

    März 22, 2012 by admin

    Wie gestern schon beschrieben, macht meine postnatale Sensibilität es mir unmöglich meine komplette DVD-Kollektion so zu genießen wie zuvor. Die Top 5 der absoluten Heul-, Schlurz- und Gehtgarnichtmehr-Filme habe ich jetzt hier zusammengetragen.

    5. Feivel der Mauswanderer: Das Mausekind wird von Bord gespült und seine Familie glaubt er sei tot. Wenn Papa Mousekewitz nach seinem Sohn greift, er ihm aus den Händen (oder Pfoten?) gleitet und im stürmischen Meer versinkt, könnte ich jedes Mal verzweifelt in mein Kopfkissen weinen.

    4. In einem Land vor unserer Zeit: Mama Langhals wird von Scharfzahn getötet, als sie ihr Baby beschützen will. Das kleine, verstörte Dinosaurierkind sieht seine Mutter sterben und bleibt allein zurück.

    3. Arielle, die Meerjungfrau: Macht mich eher wütend als traurig. Trotzdem werde ich mir diesen Film nicht mit meiner Tochter ansehen, weil ich nicht möchte, dass sie mitbekommt, wie ich die kleine Meerjungfrau durch den Fernseher anbrülle “Ach, Du findest es also total okay deinen Vater und deine Schwestern vor versammelter Mannschaft hängen zu lassen, nur weil du rumstreunen musst? Und dann schleichst du dich weg, um dir bei einer zwielichtigen Panscherin illegale Substanzen zu besorgen? Ich glaub ja wohl es hakt! UND SPRICH NICHT IN DIESEM TON MIT DEINEM VATER JUNGE DAME!!” Schon seltsam, wie anders ich diesen Konflikt zwischen Arielle und ihrem Vater inzwischen beurteile.

    2. Bambi, Der König der Löwen, Tarzan, Der Glöckner von Notre Dame …

    Warum werden bei Disney eigentlich ständig die Eltern getötet? Ernsthaft gibt es bei Disney einen einzigen Film, in dem beide Elternteile überleben? Die Szene in der Mufasa tot am Boden liegt und klein Simba versucht ihn zu wecken… TRÄNENFONTÄÄNEN!!

    1. Gestern schon angekündigt: Dumbo

    Warum? Deswegen:

    Dumbo

    Ja, Kinderfilme sind schrecklich und die Disney-Leute sind Sadisten. Das musste ich feststellen an einen Wohlfühltag, den ich damit verbringen wollte, im Bett rumzuschimmeln und meine Lieblingskinderfilme zu gucken. Das nächste Mal, wenn ich krank bin und Seelenbalsam brauche, schaue ich lieber wieder Star Wars.

     

    Und welche Filme stehen auf Eurer Liste??

     


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